Klingenburg-Pülm: Wir setzen uns für einen zukunftssicheren Neustart der IGS Linden an ihrem bewährten Standort ein

  • Veröffentlicht am: 27. September 2019 - 13:01

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Silvia Klingenburg
Silvia Klingenburg-Pülm, Foto: Sven Brauers

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Daniel Gardemin
Daniel Gardemin, Foto: Sven Brauers, © Grüne Hannover

Das 1975 erbaute Gebäude der IGS Linden ist überwiegend marode. Bereits 2017 wurden im Bezirk und auf Grüner Ratsebene Gespräche mit dem Leiter der IGS, Peter Schütz, dazu geführt. Vor allem in den Bereichen WCs, Brandschutz, Wärmedämmung und Schallschutz ist der Zustand nicht mehr hinnehmbar. Auch die Situation in den Differenzierungs- und Fachräumen muss zwingend verbessert werden.

Das aktuelle Teilsanierungsprogramm der Stadtverwaltung fängt die unaufschiebbarsten Mängel auf. Damit werden aber weder die umfassenden baulichen Schäden behoben, noch lässt sich eine Zusammenlegung der bisher ausgegliederten Schulbauten, geschweige denn ein zukunftsorientierter Neubau, umsetzen.

Von Grüner Seite wurde daher zu Beginn dieses Jahres ein Prüfauftrag in den Bezirksrat Linden-Limmer eingebracht, der im März modifiziert ohne Gegenstimme als gemeinsamer Antrag beschlossen wurde (https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0816-2019). Diesen Beschluss macht sich die Ratsmehrheit aktuell zu eigen und bittet die Verwaltung mit einem Bündnisantrag für den kommenden Schul- und Bildungsausschuss um einen Variantenvergleich für einen Neubau der IGS Linden. Denkbar ist ein Gebäudekomplex auf dem Bestandsgelände oder auf einer nahgelegenen neuen Baufläche in Linden-Limmer.

Als ein Kriterium bei der Standortauswahl soll die vorhandene Verkehrs- und Sozialinfrastruktur für eine mögliche Zusammenarbeit mit sozialen und kulturellen Einrichtungen berücksichtigt werden. Um die Chancen und Möglichkeiten der Vorhaben genauer auszuloten, besuchten Silvia Klingenburg-Pülm (Schul- und Bildungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion) und Daniel Gardemin kürzlich erneut die Schulleitung der IGS Linden zum gemeinsamen Austausch. Dabei wurde deutlich, dass ein Neubau mit Erweiterung auf dem Bestandsgelände als zielführendste Lösung favorisiert wird. Dieser ermöglicht zudem einen Ausbau der pädagogischen und inklusiven Konzepte, beispielsweise offenes Lernen, mehr Garten und Grün sowie eine Mensa. Bei einer zwingend beizubehaltenden Sechszügigkeit umfasst die Schule 1.400 bis 1.500 Schüler*innen.

Derzeit werden auf dem Bestandsgelände rund 600 Schüler*innen unterrichtet. Eine Erweiterungsmöglichkeit bestünde auf der Wiese zwischen Martinskirche, Kindergarten und IGS. Für eine Neukonzeption würde auf der Erweiterungsfläche ein Neubau entstehen, bevor das Bestandsgebäude durch einen weiteren Neubau im laufenden Schulbetrieb ersetzt werden kann. Im Zuge der Maßnahmen könnte der Haupteingang der Schule von der derzeit engen Straßensituation weggezogen und an die Ostseite Richtung Martinskirche positioniert werden. Zusätzliche Fahrradständer bzw. ein neuer Fahrradkeller können dann dem hohen Bedarf gerecht werden. Allerdings bedarf es einer Kompensationsfläche für die Wiese mit Baumbestand, auf der der Schulneubau stehen könnte.

Silvia Klingenburg-Pülm dazu: „Wir unterstützen den Vorschlag, den Westschnellweg am Lindener Berg auf der gesamten Länge des Geländes der IGS Linden zu überdeckeln und damit begrünte Flächen für die Schule und für den Stadtteil zu gewinnen. Wir fordern die Stadt Hannover auf, die Überdeckelung des Schnellweges zu überprüfen und Fördermöglichkeiten zu erschließen. Einer Verlegung der IGS Linden können wir nur zustimmen, wenn durch einen neuen Standort keines der Einzugsgebiete der Schule abgehängt wird und der neue Standort in ein Gesamtkonzept eingefasst ist. Dazu gehören weitere stadtteilrelevante Gebäude, Einrichtungen und Grünflächen und eine Anbindung an das Fahrradnetz und den ÖPNV des Stadtbezirks. Die bislang ins Gespräch gebrachten Flächen gegenüber des Real-Markts an der Fössestraße oder auf dem Gelände zwischen Wasserstadt Limmer und Schleuse erfüllen die Anforderungen bislang nicht.“

Kurzgefasst ergeben sich folgende Grüne Forderungen:

  • Sanierung und Neubau der IGS Linden am bestehenden Standort Lindener Berg
  • Anschließende Zusammenlegung aller Standorte am Lindener Berg
  • Neubau auf Erweiterungsflächen nur durch ortsnahe Kompensation
  • Überdeckelung von rund 7.500m² des Schnellweges zur Schaffung von Grünflächen für Schule und Stadtteil
  • Alternativ Verlegung der IGS Linden nur im Umfeld weiterer stadtteilrelevanter Gebäude, Einrichtungen und Grünflächen und mit Anbindung an das Fahrradnetz und den ÖPNV des Stadtbezirks unter besonderer Berücksichtigung der Anbindung des Stadtteils Linden-Süd.